Inhalt
|
|
|
Hauptschule Mommsenstraße
2
Schulisches Leitbild und
Arbeitsschwerpunkte 3
Schulleben 5
Lernen und Fördern an einer zukunftsorientierten Schule 6
-
Lern- und Unterrichtsprinzipien
-
Lernen mit neuen Medien
-
Übergang Schule Beruf
-
Berufswahlkonzept
-
ProSekKo
-
Wegeplanung
-
Förderung
-
Sprachförderung 5/6
-
Förderung Migranten
-
Soziales Lernen
-
Beratung
-
Beratungslehrer
-
Schulsozialarbeit
Lernen an
einer Ganztagsschule
17
Kooperationen und Zusammenarbeit mit
außerschulischen Partnern
19
Evaluation
21
Entwicklungsschwerpunkte
23
-
Überarbeitung der schulinternen
Stoffpläne in allen Fächern
-
Weiterentwicklung fächerverbindender
und fächerübergreifender Unterrichtsvorhaben
-
Sicherung der Methodenkompetenz
-
Weiterentwicklung des
Ganztagskonzeptes
-
Sprachförderung als Prinzip in allen
Fächern
-
Fortbildung
Anhang 24
|
|
Hauptschule
Mommsenstraße
|
|
Am 1. August 1968 wurde die
Gemeinschaftshauptschule Mommsenstraße in dem Gebäude der evangelischen
Volksschule Mommsenstraße als Ganztagshauptschule eingerichtet. Der
Schulraum musste kurze Zeit später um sechs mobile Einheiten auf dem Schulhof
erweitert werden.
Im Jahr 2000 wurden diese Einheiten abgerissen
und auf dem Schulhof wurde ein Schulersatzbau mit sechs Klassenräumen
errichtet.
Im Herbst 2003 wurde der geplante
Schulerweiterungsbau fertig gestellt. Damit verfügt die Schule über moderne
Fachräume für die Fächer Kunst, Textil und Arbeitslehre-Technik sowie über
einen Computerraum mit 12 Schülerarbeitsplätzen (® Medienkonzept).
In diesem Gebäude können die Schülerinnen und
Schüler in zwei Speiseräumen zu Mittag essen. Des weiteren befinden sich dort
Aufenthalts- und Spielräume.
Weiter verfügt die Hauptschule
Mommsenstraße über eine Einfachturnhalle, einen Schulhof und einen von den
Schülerinnen und Schülern gepflegten Schulgarten.
Seit dem Herbst 2007 hat die Schule eine
Außensportanlage mit einem Mehrzweckspielfeld, einer Laufbahn und einer
Sprunggrube.
Im Hauptgebäude verfügt die
Schule über zwei sehr gut eingerichtete Räume für den naturwissenschaftlichen
Unterricht, einen weiteren Computerraum mit acht vernetzten Computern mit
Zugang zum Internet und eine Lehrküche.
Die Ganztagsschule Mommsenstraße
hat im laufenden Schuljahr elf Regelklassen und eine Internationale
Förderklasse (® Förderkonzepte).
250 Schüler
aus 14 Ländern werden von 25 Lehrern und einem Sozialpädagogen unterrichtet
und betreut. Unsere Schüler kommen aus dem ganzen Stadtgebiet; der größte
Teil kommt aus den umliegenden Stadtteilen Sülz und Zollstock.
Eine besondere pädagogische Herausforderung
sind die Kinder aus Heimen und den umliegenden Wohngruppen. Große persönliche
Probleme der Kinder und eine starke Fluktuation über das ganze Schuljahr
erfordern besonderes Engagement.
Nach der Orientierungsstufe wechseln eine große
Zahl von Schülern aus den umgebenden Realschulen und Gymnasien zu uns. Die
Integration dieser Schüler erfordert ein hohes Maß an pädagogischer und
erzieherischer Kompetenz und eine große Flexibilität in immer wieder neuen
Situationen (® Soziales Lernen).
|
Schulisches
Leitbild und Arbeitsschwerpunkte
|
|
Die GHS
Mommsenstrasse legt besonderen Wert darauf, ihre Schüler mit Kompetenzen,
Kenntnissen und Fertigkeiten auszustatten, die sie befähigen zu
verantwortungsbewussten Mitgliedern der Gesellschaft zu werden und in der
Familie, im Berufsleben und in der Gesellschaft ihren Platz zu finden. Sie
sollen befähigt werden ihr Leben selbstverantwortlich und selbstbestimmt, im
Respekt vor den Werten, den Bedürfnissen und den Grenzen anderer Menschen zu
gestalten. Dabei vermittelt die Schule den Schüler Leistungsbereitschaft,
Selbstständigkeit und soziale Kompetenzen.
Die Ganztagsschule
Mommsenstrasse stellt sich den heterogenen Ansprüchen und Erwartungen, die
sich aus
-
den sehr unterschiedlichen und weit
auseinander liegenden Grundschulerfahrungen und -kenntnissen,
-
den besonderen Anforderungen, die ein
Schüler an uns stellt, der aufgrund familiärer und persönlicher Problemlagen
in ein Heim aufgenommen wurde,
-
dem speziellen Förderbedarf eines Kindes
mit Migrationshintergrund ohne Kenntnisse unserer Sprache und Kultur,
-
über den kognitiv begabten Rückläufer
aus anderen weiterführenden Schulen, der aufgrund seiner persönlichen oder
Schullaufbahnentwicklung einen Abschluss anstrebt,
-
dem Schüler mit besonderem
Förderbedarf, der durch das besondere Engagement aller am pädagogische
Prozess Beteiligten die Regelschule erfolgreich beenden kann,
zusammen setzen.
Bei dem erwähnten
Nachfragespektrum erfordert unsere praktische Arbeit eine qualitative Antwort
und daraus ergeben sich die vereinbarten Zielvorstellungen des Kollegiums.
Eine Zielklärung unserer Arbeit unter der Fragestellung „Wie stellen wir uns
eine gute Ganztagshauptschule vor?“ und „Welchen Zielen und Werten fühlen wir
uns an unserer Schule verpflichtet?“ führte zur Erstellung eines
Werteprofils. Im Mittelpunkt steht die
Identifikation von Schülern und
Lehrern mit der Schule.
Alle Beteiligten sehen die Schule als
ihre an!
Von diesen
Überlegungen ausgehend fühlt sich unsere Schule einem sozialpädagogisch
geprägtem Leistungsbegriff verpflichtet, was eine gezielte Erweiterung,
positiv und nicht konkurrierend, der individuellen Lernkompetenzen der
einzelnen Schüler impliziert.
Daraus resultiert
eine lebensrelevante und motivierende Gestaltung des Unterrichts und eine
besondere Schwerpunktsetzung bei der Organisation der Fördermaßnahmen.
Unsere gemeinsame
Zielvorstellung ist demnach
-
die Erhöhung und Sicherung von
qualifizierten Schulabschlüssen.
-
die Stärkung der
Persönlichkeitsentwicklung.
-
der Erwerb eines interkulturellen
Bewusstseins durch Lernen.
|
Schulleben
|
|
Schule ist, gerade an einer Ganztagsschule, mehr als
Unterricht. Neben der Vermittlung von Wissen und Qualifikationen will und
muss Schule auch ein Erfahrungs-, Begegnungs- und Lebensraum sein, in dem
sich Schüler, Lehrer und Eltern wohlfühlen können.
Aus gemeinsamen Arbeiten und Feiern entsteht eine positive
Einstellung zu Schule und damit eine stärkere Identifikation aller
Beteiligten mit „ihrer“ Schule (® Schulisches Leitbild).
Bei der Planung und Durchführung von Schulveranstaltungen erwerben die
Schüler Kompetenzen, die auch in der Arbeitswelt gefordert werden, wie z.B.
ihre Arbeiten ansprechend zu gestalten und zu präsentieren. Gleichzeitig
erfahren sie zusätzliche Würdigung und Wertschätzung ihrer Arbeit durch
Außenstehende.
Außerdem sind Schulveranstaltungen ein wichtiger Ansatzpunkt
zur Öffnung der Schule zum "Veedel". Dabei bietet sich die
Möglichkeit ortsnahe Betriebe und Nachbarn mit der Schule und ihrer Arbeit
bekannt zu machen und Kooperationen anzuregen.
Das Schuljahr ist durch regelmäßig wiederkehrende
Veranstaltungen strukturiert:
-
Am ersten Schultag, begrüßen die
Schüler der neuen 6. Klassen die neuen Schüler mit einem kleinen Programm.
-
Im September findet unser jährliches
Sportfest statt.
-
Im
November/Dezember folgt der Tag der offenen Tür, an dem die Schule sich für
Eltern und Nachbarschaft öffnet und über ihre Arbeit informiert. An diesem
Tag werden die Schüler der 4. Schuljahre mit ihren Eltern und Lehrern
eingeladen und erhalten Gelegenheit, sich über unsere Schule und unsere
Arbeit zu informieren.
-
Karneval wird zweimal gefeiert: An
Weiberfastnacht gestalten Schüler ein Programm, zu dem neben den Schülern
auch die Eltern eingeladen werden. Am Karnevalsdienstag nimmt die Schule seit
vielen Jahren mit einer Fußgruppe am Sülzer „Veedelszoch“ teil.
-
Im Mai/Juni findet der
„Mommsenmarathon“, ein Sponsorenlauf um den Decksteiner Weiher, statt. Der
Erlös wird für Spielgeräte für die Mittagspause verwendet.
-
Am Schuljahresende findet für die Schüler der 10. Klassen eine
Entlassfeier statt.
|
Lernen und Fördern an einer zukunftsorientierten Schule
|
||
|
Lern- und
Unterrichtsprinzipien
Lehren und Lernen
findet auf der Basis der Richtlinien und Lehrpläne sowie der jeweils gültigen
Vorschriften und Erlasse statt. Am Erfolg des Unterrichts haben Schüler und
Lehrer gleichermaßen Anteil.
Der Unterricht in den Klassen wird weitgehend nach dem
Klassenlehrerprinzip erteilt. Der Klassenlehrer unterrichtet möglichst jeden
Tag in der Klasse. Daneben bilden möglichst wenige Lehrer das für Klasse und
Stufe verantwortliche Team. Gemeinsame Konzeption des Unterrichts (®
Schulinterne Pläne), jahrgangsbezogene Absprachen und parallele
Klassenarbeiten sichern eine größtmögliche Transparenz und Vergleichbarkeit.
Angestrebt werden verstärkt fächerübergreifende und fächerverbindende
Unterrichtsvorhaben und Projekte.
Die Förderung der
Schüler gewinnt eine immer größere Bedeutung, um Bildungsbenachteiligten
dennoch zu schulischen Erfolgen zu verhelfen. Eingangstests in Deutsch und
Mathematik bilden die Grundlage gezielter Förderung, die regelmäßige
Überprüfung der Ergebnisse sichert eine erfolgreiche Arbeit (® Förderung).
Im
Wahlpflichtunterricht der Stufen 7 bis 10 und in den Arbeitsgemeinschaften
haben Schüler Gelegenheit Schwerpunkte gemäß ihren Neigungen zu setzen.
Durch die sich
wandelnden gesellschaftlichen Bedingungen gewinnt neben der Vermittlung von
Wissen der Erwerb von Schlüsselqualifikationen für den späteren Lebensweg an
Bedeutung (® Berufswahlkonzept).
Der
Klassennachmittag dient in der Orientierungsstufe schwerpunktmäßig dem
sozialen Lernen und bietet darüber hinaus Gelegenheit Klassenangelegenheiten
zu besprechen und zu klären. Konflikte können bearbeitet, gemeinsame
Unternehmungen geplant, Regeln im Umgang miteinander entwickelt und
festgelegt werden.
Lernen mit neuen Medien
Der zunehmenden
Bedeutung des Lehrens und Lernens mit den neuen Medien trägt das schulische
Medienkonzept der Hauptschule Mommsenstraße Rechnung (® Anhang: Medienkonzept der GHS Mommsenstraße).
Übergang Schule Beruf
Berufswahlkonzept - Ziele
Zu unseren wichtigen Aufgaben gehört es, die Schüler zur
Berufsreife zu führen. Dazu gehört eine fundierte Bildung. Das Lernen der
elementaren Kulturtechniken wird durch qualifizierten Unterricht
gewährleistet. Im Fachunterricht erwerben die Schüler grundlegende Kenntnisse
aus naturwissenschaftlichen, technischen, musischen und fremdsprachlichen
Fachbereichen, sowie den kompetenten Umgang und die kritische Nutzung der
unterschiedlichen Medien und Kommunikationstechniken.
Unser ausgewogenes
Förderprogramm stellt begleitend sicher, dass auch lernschwächere Schüler
ihrer Begabung entsprechende Leistungen erzielen.
Zu den
Fördermaßnahmen unserer Schule gehören die Leistungsdifferenzierung in den
Fächern Mathematik und Englisch ab Klasse 7, sowie die differenzierte
Förderung in den Stufen 5 und 6 in den Fächern Mathematik und Deutsch auf der
Basis von Tests in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Schülerförderung,
Bildungsberatung und Schulpsychologie des Schulamtes der Stadt Köln.
Dieses Programm
gilt nicht für die Schüler, deren Abschluss gefährdet ist. Hier greift unser
Wegeplanerprojekt, das wir in Zusammenarbeit mit unserem Sozialarbeiter durchführen,
bzw. unsere Arbeit im ProSekKo Projekt, in dem wir mit den Kollegschulen
zusammenarbeiten.
Die konkreten Ziele
im Übergang von der Schule in den Beruf sind die Förderung der
Eigeninitiative im Bereich der Berufswahl und der Selbstentwicklung der
Schüler.
Sie sollen
innerhalb des Berufswahlprozesses Souveränität für die Gestaltung und
Fortführung ihres beruflichen Lebensweges erarbeiten.
Dabei werden sie in
ihrer individuellen Lernplanung durch strukturierte Materialien in ihrer
Lernumgebung und in der Kontaktaufnahme mit Menschen aus verschiedenen
Berufen auch in außerschulischen Lernorten unterstützt.
Beispielsweise
werden die Erziehungsberechtigten als Repräsentanten des „wirklichen Lebens“
aus verschiedenen Berufsfeldern in den Berufswahlprozess integriert, dabei
sollen die Schüler in der unmittelbaren Begegnung aus ihrer eigenen
Lebenswirklichkeit Informationen sammeln und sich „Bilder“ von
unterschiedlichen Arbeitswirklichkeiten erarbeiten.
Innerhalb der
Praktika und bei den Firmenerkundungen helfen unserer Schule die
Kooperationspartner:
-
Kliniken der Universität zu Köln
-
REWE, ein Markt in unserer
Nachbarschaft
Während sich zu
Beginn des letzten Jahrhunderts das Wissen der Menschheit alle fünfzig Jahre
verdoppelte, dauert dieser Prozess jetzt nur noch fünf Jahre. Unseren
Schülern wird daher das Bewusstsein für die Bedeutung der Kulturtechniken
und die Notwendigkeit des „lebenslangen Lernens“ vermittelt.
Die fachlichen und
persönlichen Kompetenzen und die „soft skills“ werden in der Schule erworben
und im Selbstbild der Schüler verankert. Diese Kompetenzen bilden eine
Grundlage für den erfolgreichen Berufsstart und den weiteren beruflichen
Werdegang.
Wegeplanung
Das Konzept der
Wegeplanung besteht seit dem Schuljahr 2000/01. Es basiert auf der
Zielsetzung „schulmüden“ Jugendlichen, die unsere Schule nur unregelmäßig
besuchen und Jugendlichen, die die Hauptschule nach 10 Schulbesuchsjahren
ohne Abschluss verlassen werden, Hilfen und Perspektiven für ihre
persönliche und berufliche Zukunft zu geben.
In
Absprache mit dem Schüler, dem Wegeplaner-Lehrer, den Eltern und dem
Klassenlehrer wird ein individueller „Fahrplan“ entwickelt. Weitere Unterstützung
bei der Erstellung eines „Fahrplans“ findet sich in der engen Zusammenarbeit
mit dem Sozialpädagogen und dem Beratungslehrer unserer Schule, mit
außerschulischen Lernorten, Partnern und Institutionen, wie z.B. dem
Handwerkerinnenhaus, Jugendwerkstätten, dem JUZI, den Betrieben im Umfeld der
Schule und den Jugendämtern.
In Abstimmung mit
allen am Prozess beteiligten ist die Teilnahme am Projekt ProSekKo möglich.
Das nun schon seit dem
Jahr 2000 erprobte Konzept hat sich in unserer Schule bewährt, der Erfolg
zeigte sich in der Vermittlung des Schülers in eine Arbeitsstelle, die Vermittlung
in eine berufsvorbereitende Maßnahme oder in der Reintegration in eine
Regelklasse und Erlangung eines Schulabschlusses.
ProSekKo
Das
„Projekt der Sekundarstufen I und II in Kooperation Wegeplaner – Schulen und
Berufkollegs“, kurz ProsekKo, besteht seit dem Jahr 2000. Seit dem Schuljahr
2005/06 nimmt die GHS Mommsenstraße an diesem Projekt teil. Zur Zeit nehmen
zehn Schüler aus den Jahrgangsstufen 8 und 9 an dem Projekt teil.
Das Ziel ist, den
Jugendlichen, die unsere Hauptschule nach 10 Schulbesuchsjahren ohne
Abschluss verlassen werden und/oder nur noch eine geringfügige bis keine
Lernmotivation erkennen lassen
-
eine Steigerung der Lernmotivation und
persönlichen Kompetenzen zu ermöglichen.
-
die für die Berufswelt notwendigen
Schlüsselqualifikationen zu vermitteln.
-
die Schwellenängste zu nehmen.
-
bei dem Prozess der Berufsorientierung
eine Unterstützung durch handlungsorientierten Unterricht zu geben.
Diese „potentiellen
Frühabgänger“ werden in Zusammenarbeit von schulischen Wegplanern und
sozialpädagogischen Fachkräften begleitet und er
halten durch die
Zusammenarbeit mit drei Berufkollegs einen Einblick in verschiedene
Berufsfelder. Zusätzlich trainieren sie Ausdauer, Zuverlässigkeit und
Pünktlichkeit. Durch den handlungsorientierten Unterricht sind schnell
Erfolge sichtbar.
Die
Beurteilung über den Erfolg der Teilnahme an diesem Projekt erfolgt nach
einer Auswertung am Ende jedes Schuljahres.
Förderung
Förderung Jahrgangsstufe 5/6
Zu Beginn des
Schuljahres wird in der Jahrgangsstufe 5 in der zweiten Schulwoche ein
Rechtschreib- und Rechentest (DRT 3 und DER 3) durchgeführt. Die
Durchführung erfolgt mit der Unterstützung des Zentrums für Schülerförderung,
Bildungsberatung und Schulpsychologie durch Herrn Erpenbach. Das Ergebnis des
Tests bildet die Grundlage für die Einteilung in Fördergruppen innerhalb der
Jahrgangsstufe 5.
Folgende
Fördergruppen werden angeboten:
-
allgemeine Rechtschreibförderung; der
binnendifferenzierte Unterricht ist aufgeteilt in 3 RS-Felder
(Wahrnehmungs-/Regel-/Merkfehler)
(®
Literaturliste) .
-
allgemeine Mathematikförderung,
Schwerpunktsetzung ist das Training der Grundrechenarten (® Literaturliste).
-
spezielle LRS - Förderung nach der
Freiburger Rechtschreibschule FRESCH)-Methode (® Literaturliste).
-
spezielle Dyskalkulie – Förderung (® Literaturliste).
Die Einteilung der Fördergruppen wird zu Beginn der 6.
Klasse evaluiert, indem erneut ein Schreib- und Rechentest (DRT 5 und DER 5)
in Zusammenarbeit mit Herrn Erpenbach durchgeführt wird. Die Entwicklung
jedes einzelnen Schülers kann dokumentiert und eine erneute Einteilung in
Fördergruppen dem Bedarf entsprechend vorgenommen werden. Das Konzept für
den Förderunterricht in Jahrgangsstufe 6 entspricht dem der Jahrgangsstufe 5.
Weiterentwicklung
Vorgesehen ist eine
Einführung in die Testverfahren für alle Kollegen im Rahmen der
Fachkonferenzen Deutsch und Mathematik. Regelmäßig stattfindende Schulungen
hinsichtlich der Rechtschreibkonzepte, z.B. Hamburger Schreibprobe, FRESCH.
Die Bildung eines
Förderteams in den Fachbereichen Deutsch und Mathematik, das als
Ansprechpartner für die Kollegen zur Verfügung steht, die kontinuierliche
Fortbildung sichert und für die Bereitstellung eines Materialpools und
PC-Lernsoftware zuständig ist.
Förderung Migranten
Die Förderung von Kindern und Jugendlichen mit
Migrationshintergrund ist ein Ziel der GHS Mommsenstraße um gleiche Chancen
zu schaffen und Bildungsbenachteiligung zu beseitigen. Vor diesem Hintergrund
kommt der Integration von Schülern mit Migrationshintergrund besondere
Bedeutung zu, da sie die Grundvoraussetzung zur Herstellung von
Chancengleichheit ist.
Internationale Förderklasse (IFK)
In der
seit 1997 bestehenden Förderklasse werden Schüler verschiedener Altersstufen,
die aus unterschiedlichen Gründen (Flucht, Asyl, Aussiedlung oder
Familienzusammenführung) ohne oder nur mit geringen Deutschkenntnissen nach
Deutschland kommen, unterrichtet. Ziel dieser Klasse ist es, die Schüler
schnellstmöglich in die ihrem Alter entsprechende Regelklasse einzugliedern.
Im Regelfall verweilen diese nicht länger als zwei Jahre in der Internationalen
Förderklasse (IFK).
Die sehr
unterschiedlichen Vorausetzungen, wie z.B. sozialer Hintergrund,
Herkunftsland, Leistungsfähigkeit, Alter zwischen 10 und 17 und die starke
Fluktuation erfordern im Unterricht eine starke Binnendifferenzierung und
eine enge Zusammenarbeit mit den Lehrern der Regelklassen. Der Unterricht konzentriert
sich auf die Bedürfnisse und Lernbedingungen der Schüler, das Klassengefühl
und die Förderung der Regelhaftigkeit. Um eine schnellere Integration in die
Regelklassen zu gewährleisten, nehmen die Schüler in den Fächern Mathematik,
Sport und Kunst am Unterricht der Regelklassen teil.
Je jünger die
Schüler bei Eintritt in die IFK sind, desto größer ist die Chance auf einen
Schulabschluss.
Die Sicherung einer
erfolgreichen Integration der Seiteneinsteiger erfolgt zusätzlich durch die
Unterstützung der Klassenlehrerin durch den Förderunterricht der Uni Köln,
den Sozialpädagogen, die Wegeplanerin und die Regionale
Arbeitsstelle zur
Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA).
Integrationshilfe
(IGH)
Die GHS
Mommsenstraße hat für das Schuljahr 2006/07 Stellen für Integrationshilfe
beantragt. Ziel ist, Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund
möglichst früh zu
fördern und sie beim Aufbau sprachlicher, fachlicher und sozialer
Kompetenzen so zu unterstützen, dass sie gute Schulleistungen und
Schulabschlüsse erreichen.
Unser Förderkonzept
berücksichtigt
- einen möglichst frühen Beginn der
Fördermaßnahmen.
-
den Dialog mit dem Umfeld der Schüler.
-
Kooperationen mit Einrichtungen der
Jugendhilfe, Migrantenorganisationen, der RAA, der Universität zu Köln und
der Bundesagentur für Arbeit.
-
eine Orientierung an überprüfbaren
Qualitätsindikatoren gelungener Integration.
Auf dieser
Grundlage wurde unser schulisches Förderkonzept entwickelt, dass folgende
Bausteine beinhaltet:
1.
Sprachstandsmessung für Migranten
Die Sprachstandsmessung für Migranten wird vom Seminar für deutsche
Sprache und ihre Didaktik / Universität zu Köln im Rahmen des „Projektes zur
sprachlichen Förderung von Schülern mit besonderem Bedarf“ durchgeführt.
2.
Bildung von einer eigenen Förderklasse für Seiteneinsteiger
(Siehe Konzept „Internationale Förderklasse/IFK)
3.
Einrichtung von Fördergruppen, angebunden an den
Regelunterricht
Der Fachunterricht wird von Lehrern des Regelunterrichts
erteilt.
Der Regelunterricht wird in kleinen Gruppen vorbereitet
(Wortschatz der Woche, Nacharbeitung von Problemen im Unterricht).
Als Themenbereiche bieten sich Grammatik, Gebrauch von
Hilfsmitteln, Schreibstrategien, Arbeit mit Sachtexten, Lesen,
Lesestrategien, Hörverstehen und Wortschatz an.
4.
Team Teaching im Regelunterricht
Parallel zum Regelunterricht unterstützt der jeweilige „zweite“
Kollege durch Erklärungen bei Arbeitsanweisungen, Arbeit mit Texten, Fachwortschatz.
5.
Verknüpfung mit anderen Konzepten
Sprachförderung im Rahmen des Förderunterrichts in Stufe 5/6 in
den Klassen.
Förderunterricht, der von Studenten zwei Stunden pro Woche /
pro Lerngruppe im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem Seminar für deutsche
Sprache und Didaktik / Universität zu Köln für Schülern der IFK und aus den Regelklassen in
Kleingruppen erteilt wird.
Team Teaching mit den Lehrern für den muttersprachlichen
Unterricht (MSU), die an unserer Schule türkisch und italienisch
unterrichten.
6.
Elternarbeit
Eine Schullaufbahnberatung, die individuell auf die Schüler
abgestimmt im Team erfolgt. Das Team setzt sich aus dem Klassenlehrer, den Eltern,
dem Sozialpädagogen und der Wegeplanerin zusammen. Unterstützung erfolgt
durch die Bundesagentur für Arbeit und die RAA.
7.
Sprachliches Lernen im Ganztag
Schüler mit Migrationshintergrund werden an unserer Schule
Möglichkeiten zu sprachlichen Lerngegebenheiten geboten. Sie unternehmen
Erkundungen, besichtigen außerschulische Einrichtungen (SFK, Kinderheime,
Jugendwerkstätten, den Kölner Zoo, Museen etc.).
Sprache wird für die Schüler durch sprachintensive
Arbeitsgemeinschaften, wie die Theater AG, die Karnevals AG, das
Mittagspausenangebot in der Bibliothek, dem Computer- und Spieleraum in den
Mittelpunkt gestellt.
8.
Evaluation des schuleigenen Konzepts der Migrantenförderung
Ziel ist die Überprüfung der Wirksamkeit des schulischen
Förderkonzepts durch regelmäßige Sprachstandsmessungen und die Überarbeitung
der individuellen Förderpläne. Der Erfolg der Förderung bemisst sich an der
Zahl der Schüler, die die Schule mit einem Abschluss verlassen.
Soziales Lernen
Soziales Lernen ist
ein wichtiges Element in unserer Schule zur Entwicklung und Stärkung der
Persönlichkeit unserer Schüler.
Im Verlauf des
Sozialen Lernens bis zur Stufe 10 wird die Fähigkeit eigenverantwortlich und
kooperativ mit anderen zusammen zu leben und zu arbeiten gestärkt.
Diese wichtige
Qualifikation ist gleichzeitig ein Baustein der Berufswahlvorbereitung.
Der Erwerb von Selbst- und Sozialkompetenz ermöglicht,
-
eigene Fähigkeiten zu erkennen und
positiv zu nutzen,
-
die eigenen Schwächen zu erkennen und
die Schwächen anderer zu akzeptieren,
-
Verantwortung für sich selbst und die
Klasse/Gruppe zu übernehmen,
-
Konfliktlösungen zu finden, die frei
von Gewalt sind,
-
Regeln, Normen und Werte zu entwickeln
und als sinnvoll zu erkennen,
-
zukunftorientiert zu denken und zu
handeln.
In den Stufen 5 und
6 wird ein Lernprogramm Soziales Lernen von dem Klassenlehrer und dem
Sozialpädagogen gemeinsam vorbereitet und durchgeführt.
Die positiven
Ansätze, die sich in diesen Stunden entwickeln, werden fächerübergreifend in
den Unterricht in Form von Partner- und Gruppenarbeit einbezogen.
Ausgangssituation
in der Stufe 5 ist, dass sich die Schüler aufgrund der Vielzahl von
Grundschulen aus denen sie kommen, nicht kennen. Daher bedarf es hier
besonders einer intensiven Phase des Kennenlernens und der Gruppenbildung.
Die
Bildung von Cliquen soll vermieden werden und Außenseiter sollen integriert
werden, damit eine konstruktive Zusammenarbeit unter den Schülern möglich ist.
Inhalte/Methoden
-
Stärkung der
Selbst- und Fremdwahrnehmung
-
Befindlichkeiten
und Gefühle ausdrücken
-
Regeln erarbeiten
und Konsequenzen definieren
-
Verantwortung
übernehmen
-
Konflikttraining
-
Entwicklung von
Formen der Zusammenarbeit
Dieses Lernprogramm
wird bei Bedarf zu Beginn eines neuen Schuljahres auch in den oberen Stufen
eingesetzt, um die neu hinzu gekommenen Schüler in die Klassengemeinschaft
zu integrieren.
In den Stufen 7 – 10 werden persönlichen Fähigkeiten
erworben, die heute unabdingbare Voraussetzung für eine erfolgreiche
Ausbildung und eine berufliche Tätigkeit sind.
Lernziele sind
-
Lerntypen und Lernstrategien kennenlernen
-
Erwerb von Methodenkompetenz
-
Erlernen kooperativer Arbeitsformen
-
Training von Ausdauer und Konzentration
-
Lösungsorientiertes Denken
Übergreifend
werden Projektwochen, erlebnispädagogische Tage, Seminare,
Suchtpräventionsprojekte und Arbeitsgemeinschaften im Nachmittagsbereich zur
Förderung individueller Interessen angeboten.
Hier besteht eine
enge Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern.
Exemplarisch seien
hier genannt:
-
Erlebnispädagogische Woche in der
Jugendherberge Hellenthal/Eifel
-
Suchtprävention mit der
Beratungsstelle „BISS“ des SKM
-
Seminare in der Jugendakademie
Walberberg
-
Freizeitpädagogische Maßnahmen in
Kooperation mit den Jugendzentren JUZI in Köln- Sülz und EICHI in Köln-
Zollstock
Darüber hinaus
bietet die Streitschlichterausbildung an unserer Schule den ausgebildeten
Schülern die Möglichkeit, ihre Sozialkompetenz zu erweitern und Schülern,
vorwiegend aus den Klassen 5 – 7 dabei zu helfen, Konflikte ohne Einbeziehung
der Lehrer selbstständig zu lösen.
Beratung
Beratungskonzept
Beratungstätigkeit
in der Schule ist grundsätzlich ebenso wie Unterrichten, Erziehen und
Beurteilen Aufgabe aller Lehrer und Lehrerinnen (vgl. Beratungserlass - § 4
Abs. 1 und § 8 Abs.1 ADO).
Am Beratungskonzept unserer Schule nehmen
sowohl Schulleitung, Kolleginnen und Kollegen, Sozialpädagoge, Eltern,
Schülerinnen und Schüler teil. Wir unterscheiden in schulinterner und
schulexterne Beratung.
Beratungslehrer
Ziel ist es den
Konflikt so zu bearbeiten, dass die beteiligten Parteien wieder konfliktfrei
miteinander umgehen können. Es sollen
Einsichten gewonnen, Fehlverhalten
reflektiert und alternative Lösungsstrategien kennen gelernt und
angewendet werden.
Die
Zielsetzung der Beratung besteht darin, „auffälligen“ Kindern und Jugendlichen
Wege aufzuzeigen, die zu eigenverantwortlichem Denken und Handeln führen.
In der
Beratung wird das „Konfliktmanagement für Kinder“ von W. Richter und die
Fallberatung eingesetzt. Wesentlich für den Erfolg ist, dass dem Schüler
gegenüber eine wertschätzende Haltung zum Ausdruck gebracht wird.
Schulsozialarbeit
Viele unserer
Schüler kommen mit individuellen sozialen Problemlagen zu uns. Als Folge
zeigen sich Störungen im Lern- und Leistungsbereich und im Sozialverhalten.
Gemeinsame Aufgabe
der Lehrer und des Sozialpädagogen ist, die individuellen Chancen unserer
Kinder und Jugendlichen zu verbessern und einen erfolgreichen Schulabschluss
zu gewährleisten.
Eine enge
kooperative Zusammenarbeit mit allen Lehrkräften und der Schulleitung ist
die wesentliche Grundlage für die sozialpädagogische Arbeit in der Schule.
Schulsozialarbeit
an unsere Schule ist die Begleitung und Beratung der Schüler vom
Schuleintritt bis zum Schulabschluss.
Diese
kontinuierliche Begleitung ermöglicht, Krisen zu begegnen und Lösungen zu
finden.
Elternberatung
und Einbeziehung der Träger der öffentlichen und freien Jugendhilfe sind in
der Einzelfallarbeit unabdingbare Partner.
Schülerinnen und
Schüler, die keinen Schulabschluss erreichen oder Unterstützung in der
Berufsfindung benötigen, werden intensiv begleitet.
Arbeitsschwerpunkte
der Schulsozialarbeit sind:
-
Sozialpädagogische Arbeit in Klassen
und Kleingruppen mit Schülern der Stufen 5 und 6 in enger Kooperation mit
den Lehrern
-
Intensivberatung von Schülern aller
Jahrgangsstufen bei schulischen und sozialen Konflikten und Krisen
-
Fallbesprechungen, Teamstunden,
Stufenkonferenzen mit Lehrern
-
Elternberatung
-
Hilfen beim Übergang von der Schule in
den Beruf/ Maßnahmen für Jugendliche ohne oder mit schwachen Schulabschlüssen
-
Arbeit mit Schulverweigerern
-
Präventiv ausgerichtete,
themenorientierte Gruppen- und Projektarbeit
-
Koordinations- und Vernetzungsarbeit
zwischen Schule und außerschulischen Institutionen und Kooperationspartnern
-
Mitarbeit in Projekten zur Gewalt- und
Suchtprävention
-
Mitarbeit in schulischen Gremien
|
|
Lernen an der
Ganztagsschule
|
|
Die Hauptschule
Mommsenstraße gehört seit ihrer Gründung im Jahre 1968 zu den Kölner
Ganztagshauptschulen.
Hier liegt für die
Schule eine Aufgabe und eine Chance. Berufstätige und alleinerziehende
Eltern haben die Gewissheit, dass ihre Kinder bis in den Nachmittag hinein pädagogisch
betreut werden und nicht nach der Schule “auf der Straße" stehen, weil
ihnen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung fehlt.
Die zunehmend erkannte Bedeutung der
Ganztagsschule hat vielfältige Ursachen. Immer mehr Kinder und Jugendliche
wachsen in Ein-Kind-Familien auf, der Anteil der Alleinerziehenden nimmt zu
und in vielen Familien sind beide Elternteile berufstätig. Hier kann und muss
die Ganztagsschule als Unterstützungssystem fungieren. Die Kinder sind am
Nachmittag nicht sich selbst überlassen.
Hausaufgaben, die ohne Hilfe nicht erledigt
werden können, werden unter Anleitung in der Schule angefertigt und der
Nachmittag kann sinnvoll mit Gleichaltrigen verbracht werden.
Daneben gewinnt der Bereich der Förderung
gerade an der Schulform Hauptschule eine immer größere Bedeutung, um die
anhaltende Bildungsbenachteiligung zumindest teilweise aufzufangen.
Schließlich werden neben dem Faktenwissen in
der modernen Gesellschaft Schlüsselqualifikationen und Orientierungswissen
immer wichtiger und diese Lernprozesse brauchen mehr Zeit als der Vormittag
zur Verfügung stellt.
Ganztag bedeutet,
dass Schule über den eigentlichen Unterricht hinaus ihren erzieherischen
Auftrag, in besonderem Maße wahrnehmen kann. Schule ist nicht nur
Arbeitsplatz, sondern wird zugleich Lebensraum, in dem Schüler Erfahrungen
sammeln und verarbeiten, ein Ort, an dem sich Schüler und Lehrer,
Jugendliche und Erwachsene begegnen können.
Seit Fertigstellung
des Erweiterungsbaus im Jahre steht an der Schule ausreichend Platz für den
zusätzlichen Bedarf des Ganztagsbetriebs zur Verfügung. In diesem Gebäude
befinden sich neben drei Klassenräumen auch Fachräume für Kunst, Textil und
Arbeitslehre Technik sowie ein vernetzter Computerraum mit 12
Schülerarbeitsplätzen.
Außerdem beherbergt
das Gebäude die Mensa mit einer Küche und zwei Speiseräumen. Im Obergeschoss
bieten zwei große helle Räume Platz für Aktivitäten in der Mittagspause.
Ganztagsschule als
integriertes Modell mit fester und obligatorischer Schulzeit für alle Schüler
verbindet Unterricht, Förderangebote (®
Förderung), Projekte, Hausaufgabenbetreuung, Freizeitangebote,
Beratung (®
Beratungskonzept) und
Kommunikationsmöglichkeiten zu einem ganzheitlichen System von Lernen,
arbeiten und leben.
Die längere
Verweildauer der Schüler in der Ganztagsschule dient einer qualitativen
Weiterentwicklung des Lehrens und Lernens.
Gerade an einer
Schule mit einem hohen Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund und
anderen Bildungsbenachteiligten bietet der Ganztag erhebliche Vorteile:
·
eine günstige Rhythmisierung des Tages
ermöglicht effektiveres Lernen
·
Sicherung der Kernkompetenzen
(fachlich, sozial, persönlich)
·
mehr Raum für notwendige individuelle
Fördermaßnahmen
·
dadurch
Erhöhung und
Sicherung von qualifizierten Schulabschlüssen
·
Schaffung zusätzlicher Lernangebote
durch Kooperation mit außerschulischen Partnern
·
noch stärkere Betonung der
Handlungsorientierung in einem großzügigeren Zeitraster
·
alternative Unterrichtsformen können
im Ganztag besser realisiert werden
·
Betreuung der Hausaufgaben
·
Stärkung der
Persönlichkeitsentwicklung
·
mehr Zeit für Beratung
Die oben genannten
Vorteile bilden die Grundlage für die anstehende Weiterentwicklung des
Ganztagskonzeptes der Hauptschule Mommsenstraße.
|
Kooperation und Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern
|
|
Seit 2004 ist
unsere Schule Partnerschule des 1. FC Köln. Viele „Talente“,
der Jugendmannschaften kommen aus einem großen Einzugsgebiet. Diese Talente
besuchen unsere Schule und können so an den Trainingseinheiten des Vereins
teilnehmen. Die Schüler erhalten zusätzlich eine intensive
Hausaufgabenbetreuung, die vom Verein angeboten wird.
Im Rahmen
des Berufswahlkonzeptes und durch zusätzliche regelmäßige Sprechstunden
unterstützt der Berufsberater der Bundesagentur für Arbeit Schüler
und Eltern bei der Berufswahlentscheidung.
Für die Schüler ab
der Klasse 9 bieten wir eine außerschulische Kooperation mit Ceno
(Centrum zur nachberuflichen Orientierung) an. Ziel des Projektes ist es, die
Generationen in einem verantwortungsvollen Miteinander ins Gespräch zu bringen
und dabei jungen Menschen zu helfen, ihre Zukunftsperspektive zu entwickeln.
In einem Projekt
mit dem Ausbildungszentrum für Sportlehrer/Innen (SpAZ) der Deutschen
Sporthochschule bildet unsere Schule über einen Zeitraum von mehreren
Monaten Studenten aus, berät und betreut sie.
Zwischen dem Jugendzentrum „Juzi“ und der Schule
gibt es bereits seit vielen Jahren Kontakte. Schüler der Schule besuchen im
Rahmen der Freizeitangebote am Nachmittag das Jugendzentrum, ebenso werden
dort Hausaufgabenbetreuung und Arbeitsgemeinschaften angeboten.
Seit diesem Schuljahr arbeitet die Jugendwerkstatt
Köln-Klettenberg e.V. mit der Hauptschule Mommsenstraße zusammen. So
wurde der Kompetenzcheck 2005 von der Jugendwerkstatt angeboten. Eine engere
Kooperation mit den Schwerpunkten Berufswahlvorbereitung, Assessment und
Ganztagsangebote ist in Vorbereitung.
Seit 2004
erhalten Schüler die Möglichkeit, die Arbeitswelt der Filmbranche kennen zu
lernen. Gleichzeitig haben die Schüler die Aufgabe, Themen zu finden,
Reportagen durchzuführen, als Schauspieler zu agieren und Filme zu drehen.
Eine Dokumentation
unseres Sport- und Spielfestes im Juni 2005 belegt die professionelle Arbeit
der beteiligten Schüler. In Zusammenarbeit mit der „KamerakinderKöln
GmbH“ sind weitere Projekte geplant.
Der Lions Club Köln-Lindenthal unterstützt
schulische Projekte im Bereich Sport und Musik.
Der Bezirksbeamte der Polizei stellt sich
regelmäßig allen Schülern als Ansprechpartner vor und hält eine monatliche
Sprechstunde an der Schule ab. Weitere Zusammenarbeit mit der Polizei gibt es
im Rahmen der Sucht- und Gewaltprävention.
|
Evaluation
|
|
Schulentwicklung
setzt voraus, dass auf der Grundlage solider Daten und Informationen die
Arbeit der Schule analysiert und bewertet wird. Dies dient zu aller erst der
Qualitätssicherung nach innen, aber auch der Rechenschaftslegung nach außen.
Ohne diese Analyse sind Entscheidungen über Absicherung von Standards und
ihre Weiterentwicklung nicht möglich.
Um eine
gesicherte Datengrundlage zu erhalten ist die Einbeziehung aller an Schule
Beteiligten (Schüler, Lehrer und Eltern ) erforderlich.
Unterricht
ist ein gemeinsamer Arbeitsprozess von Schülern und Lehrern. Wenn Schüler in
die Lage versetzt werden, Unterricht
und Schule zu reflektieren, stärkt dies auch ihr
Verantwortungsbewusstsein für das Gelingen schulischer Prozesse und bindet
sie zusätzlich in das Unterrichtsgeschehen und seine Ergebnisse ein. So ist
das Schülerfeedback ein Instrument, das die Selbstwahrnehmung des Lehrers
durch die Fremdwahrnehmung der Schüler ergänzt. Ähnlich gilt das auch für ein
systematisches Elternfeedback.
Daher hat
die Hauptschule Mommsenstraße im Jahr 2005 erstmalig mit Unterstützung der
Bertelsmann-Stiftung eine systematische Befragung der Schüler der Stufen 7
und 9, ihrer Eltern sowie der Lehrer der Schule durchgeführt.
Das
Steuerungselement „SEIS“ (Selbstevaluation in Schulen) besteht aus Fragebögen
für alle an Schule beteiligten Gruppen. Dazu müssen ca. 200 Fragen, die
Anzahl der Fragen variiert zwischen den einzelnen Gruppen, beantwortet
werden. Abgebildet werden die Dimensionen
1.
Bildungs-
und Erziehungsauftrag
2.
Lernen
und Lehren
3.
Führung
und Management
4.
Schulklima
und Schulkultur
5.
Zufriedenheit
Nach
Abschluss der Befragung werden die gesammelten Daten ausgewertet und zu einem
Bericht verarbeitet. Dieser Bericht liegt inzwischen vor und wird ausgewertet.
Um weiter
ein systematisches Schüler- und Elternfeedback zu erhalten, wird diese
Befragung zukünftig in jedem Schuljahr durchgeführt, um den Erfolg der daraus
resultierenden Entwicklungsschritte zu überprüfen.
Im Jahr
2004 bei Erscheinen der neuen Kernlehrpläne für die Fächer Deutsch, Englisch
und Mathematik begannen die entsprechenden Fachkonferenzen damit, die
existierenden schulinternen Pläne auf dieser Grundlage zu überarbeiten. Eine
erste Evaluation und anschließende Überarbeitung dieser Pläne fand nach der
Auswertung der Lernstandserhebung 2004 statt. Dieser Prozess wird nach der
Auswertung der Lernstandserhebung 2005 fortgesetzt.
Zugleich
führen die parallel geschriebenen schriftlichen Leistungsüberprüfungen in
den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik dazu, dass die Kollegen laufend
in enger Zusammenarbeit die Inhalte überprüfen und überarbeiten.
|
Entwicklungsschwerpunkte
bis zum Schuljahr 2006/2007
|
||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
||||||||||||||||||||||||||||||
Anhang
|
||||||||||||||||||||||||||||||
|
Hausordnung
Schulvertrag
Medienkonzept der GHS Mommsenstraße
Stationen der Berufswahl
Literatur Förderunterricht Deutsch
Literatur Förderunterricht LRS
Literatur
Förderunterricht
Mathematik
Literatur Dyskalkulie
Deutsch als Zweitsprache in der
Internationalen Förderklasse
Schulinterne Pläne auf Grund der Kernlehrpläne Deutsch
Schulinterne Pläne auf Grund der
Kernlehrpläne Englisch
Schulinterne Pläne auf Grund der
Kernlehrpläne Mathematik
Schulinterne Pläne auf der Grundlage der
aktuellen Richtlinien für das Fach Sport
|